Tschau, Schwartzenberg
Nachlese zum Hochfest des Allerheiligsten Herzens Jesu.
Liebe Gemeinde,
heute morgen (Fr 11.06.) ging um 7.30 gleich drei Mal hintereinander das Telefon, immer der gleiche Anrufer, der bei allem, was er sagen wollte, die Hälfte vergaß. Erster Anruf: „Willst du mir nicht gratulieren, mein Freund!“ „Aber sicher doch!“, hörte ich mich sagen. „Herzlichen Glückwunsch, mein lieber Tomislav, Pfarrer von Herz-Jesu Sibenik, zum heutigen Patronatsfest und herzliche Grüße an deine Gemeinde!“ „Tschau, Tschau, Schwartzenberg!“
30 Sekunden später wieder Tomislav am Telefon. Er hat ja jetzt einen Computer, mit dem er umsonst anrufen kann. Und nun teilte er mit, dass er wahnsinnig stolz auf seine Gemeinde ist, weil die – obwohl es eine arme Gemeinde ist, deren Christen in Hochhaussilos wohnen – 95 Kindern in Afrika einen Schulplatz finanziert. Das ist von dieser einzelnen Pfarrei mehr als die reichste Diözese Kroatiens im Norden des Landes finanziert. „Und“, fügte er hinzu, „wir haben als Vorbereitung auf unser Patronatsfest heute ein Triduum durchgeführt. An den drei Tagen sind abends immer über 160 Leute erschienen, um zu beten.“ Ich habe ihm dann gesagt, wir hatten im Schaukasten und auf dem Mitteilungsblatt ein Bild aus seiner Kirche mit der modernen Herz-Jesu-Darstellung und der traditionellen Figur daneben und wir würden heute auch für ihn und seine Gemeinde beten.“ „Oooooh, Danke! Tschau, Schwartzenberg!“ Knack.
Und dann: Tomislav, die Dritte.
„Gelobt sei Jesus Christus, da bin ich nochmal. Habe das Wichtigste vergessen: Euer Impuls war das, als ihr vor einem Jahr mit eurem Gemeinderat über Palmsonntag hier wart und im Gottesdienst und im Pfarrsaal von den Sternsingern erzählt habt. Hätte ich euch nicht kennengelernt, hätte es so etwas hier nicht gegeben. Sag all deinen Leuten: Danke, Danke Danke! Tschau, Schwartzenberg!“


